{"id":13,"date":"2019-09-18T06:51:17","date_gmt":"2019-09-18T06:51:17","guid":{"rendered":"http:\/\/susanne-neuffer.de\/?page_id=13"},"modified":"2022-11-30T08:35:35","modified_gmt":"2022-11-30T07:35:35","slug":"kommentare-presse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/?page_id=13","title":{"rendered":"Kommentare\/Presse"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sandstein<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ihre Kurzgeschichten wurde die geb\u00fcrtige N\u00fcrnbergerin und in Hamburg lebende Susanne Neuffer mehrfach ausgezeichnet. Dass sie auch die etwas ausf\u00fchrlichere Gattung der Novelle beherrscht, zeigt ihr neu erschienener Band \u201eSandstein. Zwei Novellen\u201c.<br>In der ersten Novelle \u201eFlussbett oder Erz\u00e4hl, damit meine Zeit vergeht\u201c wird das Erz\u00e4hlen zum Lebenswunsch eines Krebskranken und zugleich zur Aufgabe f\u00fcr den Ich-Erz\u00e4hler Robert als Beistand am Sterbebett. Selbst in den grammatikalisch gegliederten Unterzeilen geht es um die Person, ganz und gar, in unterschiedlichen Perspektiven. Mit hintergr\u00fcndig humorigen Charakterisierungen und knappsten Situationsbeschreibungen wird diese strenge Klarheit der sieben Kapitel allerdings anreizend aufgelockert und macht den Erz\u00e4hlstoff zu einem Fluss, in dem der Lesende ein erfrischendes Bad nehmen kann.<br>Die zweite Novelle \u201eSandstein oder Der Reiter auf dem Holodeck\u201c lenkt den Blick aus der Gegenwart auf die Zeit vor der Macht\u00fcber\u00adnahme Deutschlands durch das Naziregime. Der Sanit\u00e4rfachmann Schattenhofer (!) sucht neben seinem Gesch\u00e4ftsauftrag Wurzeln seiner (j\u00fcdischen) Familiengeschichte und Heimat auch auf literarischen Spuren in einer mittelfr\u00e4nkischen Stadt mit pr\u00e4chtigen Sandstein-Promenaden. Der Protagonist reitet hier durch die Realit\u00e4t und st\u00f6\u00dft immer wieder auf Scheinwelten (Holodeck), \u00e4hnlich dem Erz\u00e4hler in der ersten Novelle.<br>Dass die Autorin jedes Wort mit Bedacht gew\u00e4hlt hat, um ihm die n\u00f6tige Gewichtigkeit zu verleihen, verraten Formulierungen wie \u201eEr lag gefesselt an verschiedene Schl\u00e4uche \u2026\u201c oder<br>\u201eDie Reisetasche baumelte zwischen uns wie ein Kind, das nicht laufen will.\u201c Sie f\u00fchrt Bildw\u00f6rter stets in die beabsichtigte Richtung bis zum Ende. Das wirkt witzig, teils ironisch, aber nie sp\u00f6ttisch. Trendige Schlagw\u00f6rter geraten nicht zu einem Abklatsch oder Anbiedern, sondern erzeugen einen kompakten, fl\u00fcssigen Erz\u00e4hlstrom ohne Stolpersteine. Mit solchen Mitteln erreichen die beiden Novellen eine dichte Atmosph\u00e4re der kleinen Neuigkeiten im Geschehensablauf der Handlung, aber auch f\u00fcr ein packendes Leseerlebnis zur Grundthematik Leben und Tod.<\/p>\n<cite>R. Zenser, amazon.de<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich mute ich mir Erz\u00e4hlungen, die im Krankenhaus beginnen und mit Leiden und Sterben zu  tun haben, nicht zu. Und doch habe ich gelernt, dass man bei einem solchen Vorsatz auch Ausnahmen machen sollte, so etwa bei Christa Wolf in ihrer Erz\u00e4hlung von 2002 \u00bbLeibhaftig\u00ab. Das  gleiche gilt f\u00fcr die beiden Novellen von Susanne Neuffer, von denen die eine, \u00bbFlussbett oder Erz\u00e4hl, damit meine Zeit vergeht\u00ab am Krankenbett eines Sterbenden beginnt. Der hat bestimmt, dass er keine Blumen, S\u00e4fte oder B\u00fccher mitgebracht bekommen m\u00f6chte, sondern Erz\u00e4hlungen. Dadurch lernen wir zwei wirklich interessante Figuren kennen. Die eine ist Robert, der Ich-Erz\u00e4hler. Der ist Ethnologe, hasst aber Reisen in fremde L\u00e4nder. Er vermisst auch keine Sch\u00e4del oder beschreibt V\u00f6lker, deren Sprache er nicht versteht, wie fr\u00fche Ethnologen, sondern beobachtet das Verhalten von Touristen, die auf Ausflugsdampfern \u00fcber den Rhein schippern. Die andere ist Flavia, die dem Erz\u00e4hler so begegnet: \u00bbSie sah mich kurz an, fand mich in keiner Erinnerung und lie\u00df mich beiseite\u00ab. Das mit dem Beiseitelassen erledigt sich dann aber. Von Flavia wird in der dritten Person erz\u00e4hlt, was nicht so kompliziert ist, wie es vielleicht klingt. <br>Als Robert Flavia kennengelernt hat und eigentlich keine feste Bindung m\u00f6chte, fasst er ganze Lebensgeschichten kurz zusammen: \u00bbBausparver\u00adtr\u00e4ge, Ferienh\u00e4user in Schweden, Videos mit kleinen, blonden Kindern im Sand, Seitenspr\u00fcnge und Volkshochschulkurse. Lieber nicht.\u00ab Zu Fontanes Lebzeiten h\u00e4tte man das vielleicht eine sprachliche Gemme genannt, also ein kleines aber sehr pr\u00e4zises Kunstwerk. Solche Formulierungen finden sich auch in der zweiten Novelle \u00bbSandstein oder Der Reiter auf dem Holodeck\u00ab. Die Handlung, die aus der Gegenwart auf die d\u00fcstere Zeit vor der Macht\u00fcber\u00adnahme der Nazis blickt, scheint zun\u00e4chst banal, denn der Sanit\u00e4rfachmann Konrad Schattenhofer reist mit mehreren Auftr\u00e4gen in die fr\u00e4nkische Stadt F. Er soll die Toiletten des Stadttheaters sanieren, seine Familiengeschichte aufarbeiten und &#8211; auf den Spuren Jakob Wassermanns &#8211; etwas \u00fcber ein St\u00fcck Literatur- und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts herausfinden. Begleitet von der Museumsmitarbeiterin Zenzi begibt sich Konrad auf eine verwirren\u00adde Suche und Wanderung durch die Sandsteinstadt und zieht eine \u00fcberra\u00adschende Konsequenz f\u00fcr sein eigenes Leben. <br>Erschienen ist \u00bbSandstein\u00ab im Maro Verlag, 239 Seiten, 20 Euro. Ich empfehle langsame Lekt\u00fcre, um den Kunstgenuss zu steigern.<\/p>\n<cite>Andreas Stork in &#8222;Das Stadtgespr\u00e4ch&#8220;, Rheda-Wiedenbr\u00fcck, Mai 2022<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Im Schuppen ein Mann<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit sicherem Blick auf das Begehren und Entsagen: Susanne Neuffer nimmt in ihrem Erz\u00e4hlband &#8222;Im Schuppen ein Mann&#8220; Menschen in den Blick, die gerade so durchkommen. (&#8230;) Von ihnen als Verlierern zu sprechen w\u00e4re stillos. (&#8230;) Und mitunter werden auch die Dinge beseelt (das Kleid wollte nicht in den Sack; wie es die Tr\u00e4gerin verzaubern konnte, braucht es umgekehrt jemanden, der es anzieht). Immer wieder gelingen ihr Perlen von Formulierungen: &#8222;Sie hat die erwachsene Sch\u00f6nheit ausgeschlafener Frauen, die sich weder mit M\u00e4nnern noch mit Kindern lange herumge\u00e4rgert haben.&#8220; Das alles tr\u00e4gt.<\/p>\n<cite>Angelika Overath, <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Thelma und Louise arbeiten jetzt bei der Tafel, FAZ 22.02.2020 (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/belletristik\/susanne-neuffers-neuer-erzaehlband-im-schuppen-ein-mann-16645633.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\" target=\"_blank\">Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/a>, 22.02.2020<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Buch reicht vom Garten der Wunder bis zur politischen Tristesse; dazwischen spielt es mit Leichtigkeit und Tiefgang, Sprachwitz und Ernst Konstellationen unserer Zeit durch oder l\u00e4sst sie in Details aufblitzen, realistisch bis surreal, immer kurzweilig.<\/p>\n<cite>Richard Meier, <a href=\"http:\/\/www.fosie.de\/218\/susanne-neuffer-erzaehlt-von-wundern-jenseits-der-gesellschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Fosie.de (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Fosie.de<\/a>, 01.05.2020<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pr\u00e4zise beobachtet und beschreibt Susanne Neuffer diese so unendlich normale Normalit\u00e4t, selten erlaubt sie sich einen sp\u00f6ttischen Ton, fast immer bleibt sie bei einer distanzierten und zur\u00fcckhaltend kalkulierten Ironie. Die Ingredienzien sind sorgf\u00e4ltig ausgesucht und eingesetzt, sodass auch auf erz\u00e4hlerischer Ebene die Eskalation ausbleibt. [\u2026] <br>Ist es, war es das, das Leben? Wollte man nicht mal mehr? Alles? Gro\u00dfes? scheinen die Texte einem zuzurufen, die ihre eigene Ironisierung gleich mitliefern.<\/p>\n<cite>Cornelia Manikowsky, <a href=\"https:\/\/www.fixpoetry.com\/feuilleton\/kritik\/susanne-neuffer\/im-schuppen-ein-mann\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Fixpoetry.com (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Fixpoetry.com<\/a>, 12.04.2020<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Dass die Geschichten bei allem Tiefgang nicht zu schwer werden, haben sie Susanne Neuffers leicht melancholischem Witz zu verdanken. Hier eine klitzekleine Kostprobe aus \u201eVorrat\u201c, einer Miniatur \u00fcber einen Abend unter Autoren: \u201eWir hatten gegessen, gelacht, getrunken, gelesen, geredet (\u2026). Die Schrecken hatten sich ein wenig zur\u00fcckgezogen, sa\u00dfen wahrscheinlich auf den B\u00fccherregalen rings umher und baumelten mit ihren Spinnenbeinen (der Gipfel, die Pest, die W\u00f6rter auf -ierung). Einen Abend lang waren wir uns sicher gewesen, dass es unser Beruf sei, die Schrecken zu bannen.\u201c Spinnenbeinige W\u00f6rter! Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas Vergleichbares gelesen zu haben. Und \u00e4hnlich tolle Ecken gibt es immer wieder. Um es also noch mal zu sagen: Sprachlich hat mich das Buch stellenweise tief beeindruckt. [&#8230;]<\/p>\n<cite>Julia Hartel, <a href=\"https:\/\/julia-hartel.de\/?p=390\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Die Textkomponistin (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Die Textkomponistin<\/a>, 14.03.2020<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im  Jahr 2014 habe ich Susanne Neuffer mit ihrem Roman \u201eSchnee von Teheran\u201c  als Autorin kennengelernt (damals eines der besten und \u00fcberraschendsten  B\u00fccher der Saison). In 2016 dann war ich von den Socken, als ich ihren  Band mit Erz\u00e4hlungen mit dem Titel \u201eIn diesem Jahr der letzte Gast\u201c  gelesen habe. Drei Jahre hat es gedauert, bis Frau Neuffer ein neues  Buch ver\u00f6ffentlicht hat, wieder bei Maro, wieder Erz\u00e4hlungen: \u201eIm  Schuppen ein Mann\u201c. Alles, was ich in den vergangenen Jahren \u00fcber die  oben genannten B\u00fccher geschrieben habe, trifft auch hier wieder zu,  Susanne Neuffer scheint ein schier unersch\u00f6pfliches Reservoir an Ideen  zu haben, die sie auf nach wie vor v\u00f6llig unverbrauchte Weise zu Papier  und in unglaublich frische Texte bringt. \u201eRosengarten\u201c ist ein solcher  Text. Mit 15 Seiten einer der l\u00e4ngeren, wenn nicht der l\u00e4ngste dieses  Buches. Darin geht es u.a um einen Mann, Nils, der an einem sch\u00f6nen  Samstag mit einem Transporter des Malergesch\u00e4ftes Wullenweber in den  Rosengarten reinf\u00e4hrt, wo die Menschen in angenehmer Tr\u00e4gheit vor sich  hin d\u00e4mmern und das Leben genie\u00dfen. Das k\u00f6nnte jetzt eine echte  Horrorstory werden, doch nicht so bei Susanne Neuffer, die das in einen  Alltags- und Privatrahmen setzt, die diesen Nils und sein Umfeld genau  beschreibt, dabei immer klar, konzentriert bleibt, fast einen Kurzroman  oder ein Minidrama schafft.&nbsp;<br><br>Hat  man jemals eine Geschichte gelesen \u00fcber eine Person, die ihre Wohnung  f\u00fcr Filmdreharbeiten vermietet? Ich nicht. Und das ist es, was mich  immer wieder f\u00fcr diese Autorin einnimmt: diese Knallbonbons, diese  \u00dc-Eier, diese Wunderkerzen (nein, keine Nebelkerzen) \u2013 Mona hei\u00dft die  Frau in \u201eLocation \u2013 Eine Gespenstergeschichte\u201c, sie hat einen  verheirateten Liebhaber, der sich \u00fcberraschend mit ihr treffen will,  aber diesmal nicht im \u00fcblichen Hotel. Also in ihrer Wohnung, die aber  aktuell wieder f\u00fcr einen Dreh pr\u00e4pariert ist, also in einer Kulisse.  Schnell ist sie beschwipst, weil sie nur eine T\u00fcte Chips und zu viel  Rotwein hatten, \u201eDer K\u00fchlschrank war vertragsgem\u00e4\u00df leer gewesen.\u201c Wow,  wer denkt denn an so etwas? Kennt Susanne Neuffer solcherlei Vertr\u00e4ge?  Solche Details k\u00f6nnen mir den Stecker ziehen. Und ihre Worte \u2013 kleine  Feste. Kostproben gef\u00e4llig? \u201eAugustabendhell\u201c, man kann es sich genau  vorstellen, Treffer, versenkt. Oder \u201eSch\u00f6pfungsk\u00fchle\u201c, gro\u00dfartig! Und so  kann man wie ein Sammler durch dieses Buch flanieren, findet tolle  erste S\u00e4tze (\u201eEs ist ein paar, nein viele Jahre her, dass ich meine  erste Doppelg\u00e4ngerin sah.\u201c) und denkw\u00fcrdige Schlusss\u00e4tze (\u201eWo K\u00e4lte ist,  ist Sicherheit.\u201c) und zwischen ersten und letzten S\u00e4tzen famose  Erz\u00e4hlungen mit mal schrulligem, mal scheinbar normalem Personal,  genauen Beobachtungen, vielen trefflich passenden Beschreibungen unserer  Leben, unserer Alltage.&nbsp;<br><br>Ach  ja, das muss ich noch loswerden: \u201eIm Schuppen ein Mann\u201c habe ich in  vielen kurzen Mittagspausen gelesen, mir in der Mikrowelle mein  mitgebrachtes Essen aufgew\u00e4rmt, meine Sprudelflasche aufgedreht und das  Buch ge\u00f6ffnet. Und zack! war ich f\u00fcr maximal 20 Minuten weg, woanders  (mehr Zeit hat man im Weihnachtsgesch\u00e4ft nicht f\u00fcr eine Mittagspause).  Ich wusste in dieser hektischen Zeit nicht, worauf ich mich mehr freue:  auf die Pause an sich, das Essen, sitzen zu k\u00f6nnen, f\u00fcr kurze Zeit ohne  Kundenanforderungen zu sein. Egal, denn eine Konstante war immer da:  dieses Buch, auf das ich mich immer gefreut habe.<\/p>\n<cite>Martin Geiser, B\u00fccherpunkt Blaubeuren, auf <a href=\"https:\/\/wolke.maro-verlag.de\/index.php\/s\/3aNqeD6I8sjBnm0\/download\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"FreeFM (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">FreeFM<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Susanne Neuffer scheint ein schier unersch\u00f6pfliches Reservoir an Ideen zu haben, die sie auf v\u00f6llig unverbrauchte Weise zu Papier und in unglaublich frische Texte bringt. \u201eRosengarten\u201c ist ein solcher Text. Mit 15 Seiten einer der l\u00e4ngeren, wenn nicht der l\u00e4ngste dieses Buches. Darin geht es u.a. um einen Mann, Nils, der an einem sch\u00f6nen Samstag mit einem Transporter des Malergesch\u00e4ftes Wullenweber in den Rosengarten reinf\u00e4hrt, wo die Menschen in angenehmer Tr\u00e4gheit vor sich hin d\u00e4mmern und das Leben genie\u00dfen. Das k\u00f6nnte jetzt eine echte Horrorstory werden, doch nicht so bei Susanne Neuffer, die das in einen Alltags- und Privatrahmen setzt, die diesen Nils und sein Umfeld genau beschreibt, dabei immer klar, konzentriert bleibt, fast einen Kurzroman oder ein Minidrama schafft. Und ihre Worte \u2013 kleine Feste. Kostproben gef\u00e4llig? \u201eAugustabendhell\u201c, man kann es sich genau vorstellen, Treffer, versenkt. Oder \u201eSch\u00f6pfungsk\u00fchle\u201c, gro\u00dfartig! Und so kann man wie ein Sammler durch dieses Buch flanieren, findet tolle erste S\u00e4tze (\u201eEs ist ein paar, nein viele Jahre her, dass ich meine erste Doppelg\u00e4ngerin sah.\u201c) und denkw\u00fcrdige Schlusss\u00e4tze (\u201eWo K\u00e4lte ist, ist Sicherheit.\u201c) und zwischen ersten und letzten S\u00e4tzen famose Erz\u00e4hlungen mit mal schrulligem, mal scheinbar normalem Personal, genauen Beobachtungen, vielen trefflich passenden Beschreibungen unserer Leben, unserer Alltage.<\/p>\n<cite>Martin Geiser, <a href=\"https:\/\/www.genialokal.de\/buchhandlung\/blaubeuren\/buecherpunkt-blaubeuren\/Unsere-Empfehlungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"B\u00fccherpunkt Blaubeuren bei genialokal.de (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">B\u00fccherpunkt Blaubeuren bei genialokal.de<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In aller Bescheidenheit<br>Ist Angeberei nur M\u00e4nnersache? Das l\u00e4sst sich nicht ganz klar beantworten.  Aber es braucht nicht immer ein Ego, das sich zwischen Ich und Welt  dr\u00e4ngt.<br>(&#8230;)<br>Das stellt auch Susanne Neuffer in ihrem Erz\u00e4hlungsband Im Schuppen ein Mann hintan, den der sympathische Augsburger Maro-Verlag k\u00fcrzlich  ver\u00f6ffentlicht hat. Neuffer schreibt kleine Aquarelle in zart  durchscheinenden Farben. Ihren Protagonisten widerf\u00e4hrt das Leben oft  als Erscheinung, die in letzter Konsequenz r\u00e4tselhaft bleiben darf. F\u00fcr  Lautsprecherei ist hier kein Platz. Neuffer schafft Atmosph\u00e4re durch  Reduktion, in Texten, die manchmal so verbl\u00fcffend kurz sind, weil die  Kunst im Ungesagten&nbsp;liegt.<\/p>\n<cite>Christian Joo\u00df-Bernau, <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"S\u00fcddeutsche Zeitung (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/vorschlaghammer-in-aller-bescheidenheit-1.4748606?fbclid=IwAR0es8eaaEZs0M-d35NVAXCWKkFqYKIkiv7kc-oQRZ8k-8jvmxPp82mn-lQ\" target=\"_blank\">S\u00fcddeutsche Zeitung<\/a>, 08.01.2020<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es spricht unbedingt f\u00fcr Susanne Neuffer, auf wie kleinem Raum sie in ihrer Erz\u00e4hlung \u00bbKunst oder Leben\u00ab verhandelt. Die Kunst ist \u00f6fter Gegenstand in ihrem neuen Erz\u00e4hlungsband \u00bbIm Schuppen ein Mann\u00ab: Steht ist sie Sehnsuchtsziel und Fluchtpunkt, aber auch eine t\u00e4uschende Welt mit falschen Versprechungen. Auch das Doppelg\u00e4ngermotiv und das Leben auf der erdabgewandten Seite der Geschichte spielen eine Rolle in dieser exakt geschriebenen, auf sprachliche und inhaltliche Effekte weitgehend verzichtende Prosa. [\u2026] eine Autorin, die zu entdecken sich lohnt.<\/p>\n<cite>Thomas Andre,&nbsp;Hamburger Abendblatt, 23.12.2019<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hang zu absurden, widerst\u00e4ndigen Spielen, die Lust an humorvoller Anarchie: Dies dringt auch durch die Miniaturromane, die Susanne Neuffers Erz\u00e4hlungen eigentlich sind. Auf wenige Seiten komprimiert, werden ganze Familien-, Freundschafts- und Beziehungsgeschichten und vor allem Lebensgeschichten entfaltet, im Ungesagten und oftmals in einer \u00fcberraschenden Wendung liegt dabei die Kraft. [\u2026] Manchmal skurril bis surreal, manchmal poetisch und manchmal gepr\u00e4gt von absolut trockenem Humor, sind ihre Erz\u00e4hlungen alles andere als harmlos, sondern immer \u00fcberraschend. Eine Schriftstellerin, die messerscharf menschliche Befindlichkeiten analysiert und sich dabei zugleich eine kindliche Verspieltheit bewahrt hat.\u00ab<\/p>\n<cite>Birgit B\u00f6llinger,&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/saetzeundschaetze.com\/2019\/11\/17\/susanne-neuffer-im-schuppen-ein-mann\/\" target=\"_blank\">S\u00e4tze und Sch\u00e4tze<\/a>, 17.11.2019<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erz\u00e4hlungen von Susanne Neuffer k\u00f6nnte man auch als Mikro-Romane bezeichnen: Im sparsamen Kurzgeschichtengewand enthalten ihre Miniaturen die Motivf\u00fclle und psychologische Raffinesse eines guten Romans. Was besonders angenehm auff\u00e4llt: Neuffers Sprache ist voller funkelnder Formulierungen, klug und humorvoll ausgefeilt. Zu dieser ausgereiften, klingenden Sprache kommt ihre sehr reizvolle weil elegante Was-w\u00e4re-wenn-Phantastik: Die Realit\u00e4t wird durch ein Wort oder einen Nebensatz aus dem Gleis gesto\u00dfen. Neuffers Texte werden so zu einem Krimi, einer psychologischen Studie, einem Nachdenken \u00fcber den Zustand der Welt und das stets mit einer guten Portion Humor. Neuffer thematisiert klug und lesernah den Verlust einer verl\u00e4sslichen Wirklichkeitswahrnehmung \u2013 und l\u00e4sst ihre Prosa einen unwiderstehlichen Sog entfalten.<\/p>\n<cite>  Florian L. Arnold, Autor,&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/aegis-literatur.de\" target=\"_blank\">Leiter \u00bbLiteraturwoche Donau\u00ab<\/a>      <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Susanne Neuffers Geschichten begeistern, denn sie sind ganz im Hier und Jetzt, ganz heutig und das v\u00f6llig ungezwungen. Doch das ist nur die eine Erz\u00e4hlschicht. Darunter lauert immer eine surreale Ebene, etwas Gedankliches oder Traumartiges, das langsam aber sicher durchbricht, ein Kleid zerbr\u00f6seln oder einen Schuppen verschwinden l\u00e4sst. Das macht die Geschichten so gut, immer lauert etwas darunter, das genau so real da ist wie der Gang zum Friseur. Ahnungen, Vermutungen, verborgene Theorien und Szenarien, die alle mitspielen und alles bereichern. Vor allem auch mit Humor anreichern, wenn eben diese verschiedenen Wahrnehmungsebenen sich kreuzen. Das ist sehr fein, oft hochkomisch, aktuell und zeitlos zugleich. Unbedingt lesen!<\/p>\n<cite>Edith Ehrhardt, Direktion&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/theaterei.de\" target=\"_blank\">Theaterei Herrlingen<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"> Laudatio Erostepost Literaturpreis 2017<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie man dem Mythos \u201eWahrheit\u201c auf die Schliche  kommt, davon und noch mehr erz\u00e4hlt Susanne Neuffer in ihrem Sieger-Text  \u201eChor der Engel\u201c.  Zwei befreundete Paare, Hildegard und Cord, Vincent und die  Ich-Erz\u00e4hlerin, treffen sich beim \u201eLibanesen\u201c. Man zerlegt ein H\u00fchnchen  und inszeniert sich der eigenen Gr\u00f6\u00dfe wegen. S\u00e4tze werden zu bl\u00fchenden  Gebinden aus Annahme und Verweis, Realit\u00e4t und Fiktion \u2013 mit einer Verve  vorgetragen, als gehe es um alles. Geht es auch, n\u00e4mlich um uns selbst.  Der Winter in Montreal: \u201eNasskalte Schneeschauer, unbarmherziges Eis  unter den Reifen und F\u00fc\u00dfen\u201c \u2013 oder doch ein Weihnachtsm\u00e4rchen? \u201eEs gibt ein Recht am eigenen Text\u201c, so die Ich-Erz\u00e4hlerin. \u201eWer l\u00fcgt,  muss genau sein und ungenau zugleich.\u201c Liegt die Deutungshoheit beim  Publikum, sprich bei Freunden? \u201eDann erz\u00e4hle ich meine aufger\u00fcschten  RAF-Geschichten, die kleinen Anekdoten aus den Hinterzimmern einer  kleinen deutschen Revolution. Es stimmt ja auch einiges daran, zum  Beispiel, dass die Terroristin XY eine Nachbarin war \u2013 wobei ich  k\u00fcrzlich die Namen durcheinander gebracht habe, die war ja schon tot,  und das war auch in einer anderen WG.\u201c  Erinnerung umkreist fortw\u00e4hrend unsere Abwesenheit. Zwischen Fassbarem  und Unfassbarem sp\u00fcrt Neuffer dem vermeintlich Autobiographischen nach,  einem Ego, dem es gilt, gerecht zu werden. Mit subtilem Hintergrundwitz  kommentiert sie als Ich-Erz\u00e4hlerin das Geschehen, legt ihren Finger in  die Wunden kleiner Begierden, rettet Hildegard Schmitthenner schlie\u00dflich  vor Vincent, einem unangenehmen Frager, der immer alles genau wissen  will, er ist einer, der ihre wundersame Chor-Geschichte in Montreal, vor  allem des S\u00e4ngers Satz: \u201eSpecial thanks to wonderful Hildegard\u201c, so  nicht hinnehmen mag \u2026  Bestechend leicht und tiefsinnig zugleich lotet die Autorin die  Un-Tiefen scheinbar gesetzm\u00e4\u00dfig verlaufender Abende aus. Wir f\u00fchlen uns  ertappt. Etwas, was fehlt, wird doppelt bedeutsam.<\/p>\n<cite><strong>Margarita Fuchs<\/strong>, <strong>erostepost Nr. 54, Juni 2017<\/strong> <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Meine Helden wollen nie nach S\u00fcden <\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstaunlich unbemerkt von einem gr\u00f6\u00dferen Publikum schreibt die Hamburger Schriftstellerin Susanne Neuffer seit vielen Jahren wunderbare Geschichten. Auch an Literaturpreisen ist kein Mangel. Es ist h\u00f6chste Zeit, sie kennenzulernen.<br><a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/%215385355&amp;s=susanne+neuffer&amp;SuchRahmen=Print\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">-&gt; weiter lesen auf taz.de<\/a> <\/p>\n<cite><strong> Frank Keil,<\/strong> <strong>taz Hamburg, 28.02.2017<\/strong> <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Scheidungsurkunden hat man gerne verf\u00fcgbar <\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In zweiundzwanzig kleinen Geschichten &#8211; zwei davon preisgekr\u00f6nt &#8211;  erkundet Susanne Neuffer, Jahrgang 1951, die Sehns\u00fcchte von Menschen aus  der Mitte der Gesellschaft, M\u00e4nner und Frauen im besten Alter, wie man  sie fr\u00fcher einmal genannt h\u00e4tte.<br> <a href=\"http:\/\/www.buecher.de\/shop\/kurzgeschichten\/in-diesem-jahr-der-letzte-gast\/neuffer-susanne\/products_products\/detail\/prod_id\/44380769\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">-&gt; weiter lesen auf buecher.de<\/a><\/p>\n<cite>  <strong>Sabine Doering, Frankfurter Allgemeine Zeitung, August 2016, und auf buecher.de<\/strong> <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#8222;Freunde reden Tacheles&#8220;<\/strong> Radio freeFM Ulm <\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo sieht man sie noch, die Erz\u00e4hlungen? In Literaturzeitschriften zum Teil, aber: wo sieht man Literaturzeitschriften? In Bibliotheken, geisteswissenschaftlichen Fakult\u00e4ten, zum Teil in den wie Biotope anmutenden literarischen Buchhandlungen, die sie aber wohl meist auch nicht verkaufen (und wenn, dann in kleinsten St\u00fcckzahlen). Zur\u00fcck zu den kaum noch sichtbaren Erz\u00e4hlungen; die findet man selten noch in  &#8211; selten zu findenden \u2013 Anthologien oder eben in Erz\u00e4hlb\u00e4nden einzelner AutorInnen. Reflexartig z\u00e4hlt man dann in der Regel diejenigen auf, die stellvertretend f\u00fcr diese v\u00f6llig unterrepr\u00e4sentierte Gattung stehen (k\u00f6nnten): Peter Stamm (zuletzt auch eher durch Romane aufgefallen, war fr\u00fcher nicht so), Judith Hermann (die gerade mit \u201eLettipark\u201c in den Medien ist und auch auf Verkaufslisten vorkommt), Ingo Schulze (lang lang ist&#8217;s her), eventuell noch Ralf Rothmann. Dann ist erst einmal Schluss (mein pers\u00f6nliches Brainstorming-Ergebnis), der Blick richtet sich ins Ausland, Lucia Berlins Erz\u00e4hlungen \u201eWas ich sonst noch verpasst habe\u201c wurden von der ZEIT gerade zur Entdeckung des Jahres hochgeschrieben, Suhrkamp bringt im Sommer\/Herbst mit dem Amerikaner Callan Wink einen neuen Hoffnungstr\u00e4ger (\u201eDer letzte beste Ort\u201c). Die ebenfalls von der Romanschwemme weggefegte Lyrik hat es da fast schon wieder besser, weil man an sie sowieso gar nicht mehr denkt; wenn dann aber Jan Wagner mit seinen \u201eRegentonnenvariationen\u201c den Preis der Leipziger Buchmesse erh\u00e4lt und mit Marcel Beyer ein auch als Lyriker ber\u00fchmter Autor gar den B\u00fcchner-Preis bekommt, dann ist diese literarische Form pl\u00f6tzlich \u00fcberraschend pr\u00e4sent. Vielleicht sollte ja Monika Gr\u00fctters, unsere Kulturstaatsministerin, nicht nur die Buchhandlungen mit Preisen bedenken, sondern jedem Landkreis oder jeder Stadt einen Betrag zur Verleihung von Lyrik- und Erz\u00e4hlpreisen zur Verf\u00fcgung stellen, damit das Thema fl\u00e4chendeckend bekannter wird.<br><br>Warum diese Gedanken, diese lange Vorrede? Nun, ich habe es wieder  einmal getan, habe wieder einmal Erz\u00e4hlungen gelesen (vor 14 Tagen erst  habe ich hier Georgi Gospodinovs Buch besprochen), die mich derart  begl\u00fcckt und entz\u00fcckt haben, dass ich mich gefragt habe: warum ist deren  Verbreitung so schwierig (oder ist es so, dass es nur wenige Menschen  gibt, denen die leckeren Islay-Whiskeys schmecken und die gar nicht  verstehen k\u00f6nnen, warum viele Menschen damit gar nichts anfangen k\u00f6nnen?  Und m\u00f6glicherweise ist es so auch mit der kurzen Erz\u00e4hlform&#8230;?). \u201eIn  diesem Jahr der letzte Gast\u201c ist das beim Maro Verlag in Augsburg  erschienene Buch von Susanne Neuffer betitelt. \u201eSchnee von Teheran\u201c  hei\u00dft ihr bislang einziger Roman, der 2014 ebenfalls bei Maro erschienen  ist und von mir an dieser Stelle vorgestellt wurde. Was ich vor zwei  Jahren gesagt habe, stimmt noch immer und trifft auch auf die neuen  Erz\u00e4hlungen zu. Susanne Neuffer hat einen ganz und gar eigenen Humor,  einen minimal sarkastisch wirkenden Ton, der immer feiner, immer besser  wird, und sie hat die F\u00e4higkeit, ganz unterschiedliche Lebensumfelder zu  gestalten, in Biografien und Berufsfelder zu schl\u00fcpfen \u2013 und daraus  macht sie gar nicht kunstvoll wirkende und deshalb umso mehr zu  bewundernde Texte, die reich sind, die lachen lassen, schmunzeln  allemal. Ich bin ja gar kein Eselsohrenleser, aber in dieses Buch habe  ich drei Knicke gemacht, einfach weil ich mir die Stellen merken wollte,  die mir besonders gut gefallen haben, w\u00e4re schade gewesen, sie sp\u00e4ter  nicht mehr zu finden \u2013 auch eine Qualit\u00e4t, finde ich. \u201eAuf Elias  Vondergatt!\u201c hei\u00dft eine der 22 Erz\u00e4hlungen. Dass ich sie herausgreife,  bedeutet nicht, dass sie die Beste ist; an ihr kann ich gut schildern,  was Susanne Neuffers Schreibmerkmale sind, woran ich ihre erz\u00e4hlerische  Klasse festmachen kann. Es geht darin um eine Frau, die als  \u201egesamtgesellschaftlich \u00fcberfl\u00fcssige Orientalistin\u201c keine Arbeit hat,  weswegen sie in einer Gro\u00dfk\u00fcche Salat schnippelt. In ihrer Freizeit  spaziert sie viel herum, erkundet ihre Umgebung. Allerdings macht sie  das nicht in einer \u201epraktischen Jacke\u201c, sondern in einer Aufmachung, als  w\u00fcrde sie zu einem Vortrag der Turkologischen Fakult\u00e4t gehen. Auf einem  dieser Spazierg\u00e4nge ger\u00e4t sie in eine Gesellschaft, die gleich einem  Vortrag \u00fcber den in gewissen Kreisen offenbar verehrten Wissenschaftler  Elias Vondergatt lauschen wird. Unerschrocken greift sie sogar in die  sich anschlie\u00dfende Diskussion ein, fast ein wenig hochstaplerisch, bevor  sie sich am B\u00fcffet ein paar H\u00e4ppchen und eine Flasche f\u00fcr den Heimweg  abgreift. Wow! wie originell, wie frisch! Noch nie gelesen, so etwas.  Die Beobachtungen und Beschreibungen von Personen, Kleidung, Interieurs  sind so zugespitzt, knapp und doch treffend. Die berufliche und  gesellschaftliche Situation der Protagonistin macht einen gro\u00dfen  Diskussionsraum beim Leser auf, allein die Autorin h\u00e4lt sich damit nicht  auf, sie deutet an, muss weiter im Text. Gleich die  Titelgeschichte  \u201eIn diesem Jahr der letzte Gast\u201c nimmt den Leser f\u00fcr diesen Stil ein,  l\u00e4sst einen grinsen und staunen \u00fcber so viel \u2013 man nennt es wohl \u2013  Erz\u00e4hl\u00f6konomie.         <br><br>Die kleine Form hat hier einen gro\u00dfen Auftritt! Der sogar noch verdelt  wird durch die wunderbaren Illustrationen Yvonne Kuschels. Hier nun w\u00e4re  es wieder Zeit f\u00fcr eine Unterst\u00fctzung oder Gratifikation eventuell  seitens Frau Gr\u00fctters, da ich mir dieses Buch anders gestaltet w\u00fcnsche:  es sollte kein Paperback, sondern ein Hardcover sein und die Malereien  sollten nicht in schwarz-wei\u00df, sondern in Farbe abgedruckt sein \u2013 die  Umschlagbilder lassen erahnen, welchen Mehrwert und Mehrgenuss man damit  h\u00e4tte. <\/p>\n<cite><strong>Martin Gaiser in<\/strong> <strong>&#8222;Freunde reden Tacheles&#8220;, Radio freeFM Ulm, August 2016<\/strong> <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Stadtgespr\u00e4ch<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich liebe ich Kurzgeschichten nicht. Ich bin eher der Typ, der dicke Romane liest &#8211; wozu selbstverst\u00e4ndlich eigentlich die Zeit fehlt, au\u00dfer im Urlaub. Kurzgeschichten sind ja immer schon vorbei, bevor sie richtig angefangen haben.<br><a href=\"http:\/\/susanne-neuffer.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/stadtgespraech.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">-&gt; weiter lesen<\/a> <\/p>\n<cite><strong>Andreas Stork in Stadtgespr\u00e4ch, Juli 2016  <\/strong> <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Clarissa Lempp &#8211; Aviva Berlin <\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Susanne Neuffers Erz\u00e4hlungen  treffen die Sehns\u00fcchte und \u00c4ngste ihrer ProtagonistInnen auf  eine scheinbar surreale Wirklichkeit. Leise, klug und witzig  erz\u00e4hlt die Autorin vom skurrilen Leben.                                              <br><a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.aviva-berlin.de\/aviva\/content_Literatur.php?id=1425290\">-&gt; weiter lesen auf aviva.de<\/a> <strong>                                      <\/strong><\/p>\n<cite> <strong>www.aviva-berlin.de, Juli 2009      <\/strong> <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B\u00fcrgerliche Abenteuer <\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Susanne Neuffers  Gedichte suchen nicht den hohen Dursgr\u00fcnbeinton, und das  verkaufsf\u00f6rdernde Etikett &#8222;Pop&#8220; lassen sie sich schon gar  nicht aufkleben. Neuffer begibt sich mit ihren Texten  stattdessen auf eine spannende Expedition in den  b\u00fcrgerlichen Alltag.                                             <br><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/m%C3%A4nner-sils-maria-gedichte-Susanne-Neuffer\/dp\/387512247X\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">-&gt; weiter lesen auf amazon.de<\/a> <strong>                                             <\/strong><\/p>\n<cite><strong>Niklas Feldtkamp aus der Amazon.de-Redaktion <\/strong><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Laudatio zum Walter-Serner-Preis 2007 <\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> \u201cZu den Dingen, die man Frauen nicht erz\u00e4hlen sollte, geh\u00f6rt, dass  man die Nationalhymne zum Einschlafen braucht.\u201d<br> Dieser Satz allein hat einen Preis verdient, womit wir bei unserer Gewinnerin w\u00e4ren, Susanne Neuffer aus Hamburg, und dem Gl\u00fcck, dass  ihre Geschichte so weitergeht, wie der klug-naive Ton es verspricht, der  an die Gro\u00dfstadtliteratur der zwanziger Jahre erinnert und doch ganz anders  ist. Mit einem Erz\u00e4hler, der immer mehr in Fahrt kommt, und der am Ende den Eindruck von etwas \u00dcbersch\u00e4umendem und Vergn\u00fcglichem hinterl\u00e4sst.<br><br>[&#8230;] <br><br>Susanne Neuffer sieht sich gern ihre Zeitgenossen an, vor allem  ihre  Anstrengung, sich wacker durchs Leben zu schlagen, und so zauberhaft  es  ist, bei einem solchen Wettbewerb ein sozusagen unbeschriebenes Blatt  zu entdecken, so erfreulich ist es denn auch zu sehen: es gibt noch   mehr von der betreffenden Person zu lesen. So in ihrem Erz\u00e4hlungsband  \u201cFrau Welt  setzt einen Hut auf\u201d und in ihrem Gedichtband \u201cM\u00e4nner in  Sils-Maria\u201d.  Beide B\u00fccher sind im  Maro-Verlag erschienen, der \u2013 man glaubt es kaum \u2013 auch  Christian  Schads Erinnerungen an seinen Freund Walter Serner herausgebracht  hat.  So stellt sich der Zusammenhang her und f\u00fcgt sich aufs beste, ganz ohne  Metaphysik. Susanne Neuffer h\u00e4lt es wie die Kollegen, die einen   richtigen Beruf hatten und schrieben, so wie Tschechow oder William  Carlos Williams,  die sie beide sch\u00e4tzt.<br>  Sie f\u00fchrt in ihrer Geschichte vom Kopierger\u00e4tereparierer das  Klischee  \u201ceinsam am Tag und schlaflos in der Nacht\u201d nicht in eine Heroik der   Einsamkeit, wie die Moderne sie durchaus liebte, sondern sie kurbelt sie  weiter  zur Erkenntnis, dass der Mensch, der arbeitet oder schlaflos  von den  anderen arbeitenden oder schlaflosen Menschen h\u00f6rt und spricht,  nicht allein  ist. Nicht der einzige und nicht bedeutungslos, auch wenn  das zu denken und zu  leben anstrengend ist, vor allem, weil wir keine  Kopien sein wollen. Das  w\u00e4re sonst n\u00e4mlich das n\u00e4chste Klischee, das  der Gro\u00dfstadt und ihrer  Anonymit\u00e4t. Doch diese Annahme unterwandert  unser Held mit seiner ungew\u00f6hnlichen  Neugier und auf besonders gewitzte  Weise. <\/p>\n<cite> <strong>Auszug aus der Laudatio von Tanja Langer zum Walter-Serner-Preis 2007<\/strong><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Laudatio zum 2. Preis im Bettina von Arnim-Wettbewerb 1999<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Lesen l\u00e4uft im  Kopf ein melancholisch-absurder Film ab: Da steht eine modern Jeanne  d&#8217;Arc im schwarzen Kampfanzug vor den Bewohnern eines Altersheims  und will sie mit der Lesung romantischer Texte unterhalten. Karl,  der das Cello dazu spielt, sieht aus wie ein abtr\u00fcnniger Priester  oder wie Nosferatu.<br><br>[&#8230;] <br><br>Die klare Sprache, ein  stringenter Aufbau, einsicheres stilistisches  Gesp\u00fcr und eine  hinrei\u00dfen lebenswahre Protagonistin machen diese  Geschichte zu einem  kleinen Meisterwerk. Die raffinierte  Doppelb\u00f6digkeit des Titels kann  erst am Schluss richtig gedeutet werden  und weist \u00fcberzeugend nach,  wie Eichendorff zum Programm f\u00fcr die  Erz\u00e4hlerin und vielleicht auch  f\u00fcr den aufgescheuchten Leser werden  k\u00f6nnte. <\/p>\n<cite><strong>Ingrid Noll,  Laudatio zum 2. Preis im Bettina von Arnim-Wettbewerb 1999 <\/strong><\/cite><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sandstein F\u00fcr ihre Kurzgeschichten wurde die geb\u00fcrtige N\u00fcrnbergerin und in Hamburg lebende Susanne Neuffer mehrfach ausgezeichnet. 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Zwei Novellen\u201c.In der ersten Novelle \u201eFlussbett oder Erz\u00e4hl, damit meine Zeit vergeht\u201c wird das Erz\u00e4hlen zum Lebenswunsch eines Krebskranken und zugleich zur Aufgabe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-13","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/13","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/13\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":369,"href":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/13\/revisions\/369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/susanne-neuffer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}