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Beim Lesen läuft im Kopf ein melancholisch-absurder Film ab: Da steht eine modern Jeanne d'Arc im schwarzen Kampfanzug vor den Bewohnern eines Altersheims und will sie mit der Lesung romantischer Texte unterhalten. Karl, der das Cello dazu spielt, sieht aus wie ein abtrünniger Priester oder wie Nosferatu.

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Die klare Sprache, ein stringenter Aufbau, einsicheres stilistisches Gespür und eine hinreißen lebenswahre Protagonistin machen diese Geschichte zu einem kleinen Meisterwerk. Die raffinierte Doppelbödigkeit des Titels kann erst am Schluss richtig gedeutet werden und weist überzeugend nach, wie Eichendorff zum Programm für die Erzählerin und vielleicht auch für den aufgescheuchten Leser werden könnte.

Ingrid Noll